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Gemeindewochenende

Am jährlichen Gemeindewochenende geniessen wir das Zusammensein an einem schönen Ort und vertiefen mit internen und/oder externen Referenten ein Thema.

Heimstätte Rämismühle, Haupthaus

Das Gemeindewochenende 2014

Am 8./9. November trafen wir – 24 Mitglieder unserer Gemeinde – uns in der Heimstätte Rämismühle zum Gemeindewochenende. Hier ein paar Eindrücke, vor allem aus den Workshops mit Ursula Burri, Cornelia Forster, Heidi Schnegg und Andreas Röthlisberger.

 

Die Bibel: viele Texte sind vertraut, manchmal so vertraut, dass ich mich ernsthaft anstrengen muss, um sie nicht einfach mit "kenn ich schon" abzuhaken.
Eine andere Übersetzung hilft, die Bibel wieder frischer wirken zu lassen. Wir lesen gemeinsam denselben Text in verschiedenen Übersetzungen. Darunter

  • Willkommen daheim (Fred Ritzhaupt) – dies ist nicht eine möglichst wortgetreue  Übersetzung, sondern eine Übertragung des Neuen Testamentes, die einem ins Herz sprechen will. Sie liest sich flüssig, und weil die Texte anders als gewohnt daherkommen, gerät man ins Nachdenken darüber, was sie nun eigentlich sagen wollen.
  • Das jüdische neue Testament (David H. Stern) – eine Übersetzung, von einer jüdischen Tradition und Perspektive aus gesehen. Manches im Neuen Testament wird erst verständlich, wenn wir den kulturelellen Hintergrund kennen, der beim damaligen Leser als natürlich bekannt vorausgesetzt wird.

 

Ein Blumenstrauss von Tipps zur Gestaltung eines lebendigen Beziehungsalltags. Zum Beispiel Beten

  • Es gibt mehr Möglichkeiten als du denkst (Klaus Douglass) – viele Arten zu Beten, die eine oder andere wird auch mich finden.
  • Ich liebe dich über alle Massen – Jesus-Meditationen (Rudolf Erhard, Georg Popp).
  • Und wenn die vielen Worte sich erschöpft haben: Ein Handschmeichler aus Holz, um sich zu halten, wenn Worte nicht mehr halten.

 

Perlen des Lebens: eine sandfarbene Perle für die Stille, eine braune Perle für mühsame Zeiten, eine blaue Perle für Vertrauen, eine grüne Perle für die Hoffnung, eine schwarze Perle für die dunkle Nacht der Seele, eine rote Perle für Liebe, eine goldene Perle mit Gott. Ich darf Perlen zu einem Armband aufreihen. Wie sieht mein Leben aus – mein bisheriges Leben oder mein Gebetsleben, oder das Gebetsleben, das ich mir ersehne – wenn ich damit eine Kette gestalte? Es wäre sehr spannend gewesen, wenn wir Zeit gehabt hätten, zu erzählen, wie so ganz unterschiedliche Armbänder entstanden sind.

 

Sitzprobe: dank der Arbeit von Bruno Forster konnten wir eine Reihe von sechs verschiedenen Stuhlmodellen ausgiebig testen sowie Vorschläge für neues Geschirr beurteilen. Bei den Stühlen war die Wahl der sitzfreundlichsten eindeutig, beim Geschirr hielten sich die Stimmen für die beiden Vorschläge exakt die Waage.


Draussen vor der Tür: die Gruppenräume und Zimmer sind über verschiedene Gebäude verteilt. Wenn nun der Zimmerschlüssel des Abends nach dem Schlummertrunk die Haustüre nicht mehr öffnet und es langsam kühl wird ... und man nicht mehr zurück ins andere Haus kann ... so kommt der Gedanke auf, wie es wohl Menschen geht, die draussen stehen und auf die kein warmes Bett und ein Dach über dem Kopf wartet.


Diese Eindrücke sind persönlich gefärbt. Andere würden auch vom Spaziergang auf die herbstlichen Höhen und dem Ausblick auf das Alpenpanorama berichten, oder vom geheimnisvollen Morgendunst, der allmählich der Sonne weicht - es ist schön, wie einige Stunden in anderer Umgebung und anderer Gesellschaft belebend sein können. Möge dies bei allen noch eine Zeit lang in den Alltag hinein wirken!


Markus Müller


United Methodist Church